Phase 1: Vorbereitung
Bevor die eigentliche Diät beginnt, benötigen Sie eine Vorbereitungsphase von 1-2 Wochen. Diese Phase dient dazu, Ihre Essgewohnheiten zu erforschen: Schreiben Sie alles auf, was Sie den Tag über zu sich nehmen. Und das jeden Tag. Das klingt ziemlich lästig, aber ein wenig Mühe ist schon nötig, wenn Sie ernsthaft abnehmen wollen. Viele Diäten sagen Ihnen genau, was Sie essen sollen. Im Zweifel sind das Tag für Tag Dinge, die Sie nicht mögen. Frust ist programmiert bei einer derart plötzlichen Ernährungsumstellung. Die Hacker’s Diet tut das bewusst nicht und überlässt die Entscheidung Ihnen, damit Sie die Diät nicht nach kurzer Zeit wieder abbrechen. Anders gesagt: Keine Diät ohne Disziplin. Sich an das Aufschreiben anzugewöhnen ist leichter als an völlig ungewohnte Nahrungsmittel.
Am besten verwenden Sie eine Tabellenkalkulation wie Excel. Schreiben Sie dort jedes Nahrungsmittel in eine Spalte und die entsprechende Kalorienmenge daneben. Um das zuhause und am Arbeitsplatz zu erledigen, können Sie die Datei auf einem USB-Stick speichern. Oder tippen Sie die Daten ins Handy, in einen PDA oder tragen Sie einen Zettel bis zum Abend mit sich herum.
Es ist auch möglich, das ohne Computerhilfe zu erledigen, aber sehr viel lästiger. Und falls Sie keine Ahnung davon haben, wie man mit Excel & Co. umgeht, ist das die willkommene Gelegenheit, es zu lernen. ;-) Wichtig ist allerdings nur, dass Sie wirklich alles aufschreiben und jeden Tag die Summe der zu sich genommenen Kalorien addieren. Mit etwas Routine kostet es Sie nur wenige Minuten am Tag.
Mit diesen Zahlen werden wir in Zukunft noch eine Menge anstellen. Sie werden nicht nur lernen, Ihre Essgewohnheiten an Ihren Kalorienbedarf so anzupassen, dass Sie abnehmen, ohne nur noch Dinge zu essen, die Sie nicht mögen. Sie lernen auch, Ausrutscher in den Griff zu bekommen, Ihren wahren Kalorienbedarf zu bestimmen und viele andere interessante Dinge.
Problem: Woher die Kalorienangaben nehmen? Das ist bei weitem nicht mehr so lästig wie noch vor einigen Jahren. Sie brauchen keine Bücher mit Kalorientabellen mehr, in denen die Hälfte fehlt. Das Internet ist Ihr Freund. Zum Beispiel finden Sie unter www.fddb.info eine wirklich umfangreiche Kalorientabelle. Außerdem sind Kalorienangaben bereits auf sehr viele Nahrungsmittel aufgedruckt. Wenn Sie viel selber kochen, können Sie in den Garzeiten nebenher ausrechnen, was die Mahlzeit so in sich haben wird. Was Sie auf diese Weise nicht feststellen können, finden Sie leicht über Google & Co. Wenn Sie unsicher sind, fürfen Sie auch runden und schätzen (z.B. “Hühnerfrikasse” statt “Pilzragout” aufschreiben), aber versuchen Sie es zu vermeiden
In dieser ersten Phase geht es nicht darum, irgendwelche Ziele einzuhalten. Es gibt jetzt noch kein Zuviel. Sie sollen sich wirklich nur bewusst machen, was Sie so essen und wieviele Kalorien Sie zu sich nehmen. Glauben Sie mir: Sie werden ziemlich überascht sein.
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