Tagesarchiv für den 12. September 2008

Wir essen zuviel (1)

Sie gehören zu den disziplinierten Menschen, die es tatsächlich schaffen, eine Tafel Schokolade über zwei Wochen hinweg stückchenweise zu futtern? Glückwunsch, Sie sind vermutlich weder (nennenswert) übergewichtig, noch Zielgruppe meines Blogs: Adipöse Menschen (BMI oberhalb 30), die eine Diätkarriere hinter sich haben und ihre Probleme weder mit Sport noch mit Trennkost & Co lösen konnten.

Der allererste Schritt, rund 4 Wochen, bevor ich die eigentliche Diät begonnen habe, war der konsequente Verzicht auf Süßkram. Chips und Schokolade waren von der Evolution in unserem Speiseplan einfach nicht vorgesehen. Dabei ist es weniger schlimm, das Zeug gelegentlich zu essen, sondern es im Haus zu haben. Das kann jeder bestätigen, der schonmal morgens um 2 die Vorräte geräubert hat.

Mit dem Zeug ist keine Diät denkbar. Da es aber nicht darum geht, die nächsten Wochen/Monate/Jahre zu leiden (und irgendwann einen tierischen Heißhunger zu bekommen, der alles kaputt macht), haben wir uns hier im Haushalt geeinigt: Süßkram ist tabu und kommt wenn, dann nur in Form von frischem Kuchen (oder im Sommer auch mal Eis) ins Haus. Wenn es mal gar nicht anders geht, muss der Snickers eben unterwegs gemampft werden. Damit habe ich das erste Kilo bereits abgenommen, bevor ich mit der eigentlichen Diät überhaupt angefangen hatte.

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Willkommen

Willkommen. Ich heiße Enno Park, bin Software-Entwickler und viel zu schwer. Damit gibt es viele Parallelen zwischen mir und einem gewissen John Walker, dem Gründer von Autodesk. Er war es leid, zuviel zu wiegen, und ging das Problem an wie ein Programmierer, Ingenieur, sagen wir: Hacker. Er hat mit seiner selbst entwickelten Methode in einem Jahr mehr als 30 kg dauerhaft abgenommen und darüber ein Buch geschrieben. “The Hacker’s Diet” kann in englischer Sprache frei von seiner Homepage heruntergeladen werden.

Ich selber befolge die Diät seit März 2008 und habe in 6 Monaten ungefähr 14 kg abgenommen. Mein Ziel ist noch längst nicht erreicht. Den Beweis, ob die Diät dauerhaft erfolgreich ist, muss ich also schuldig bleiben. Dennoch habe ich genug erreicht, um mir der Sache sicher zu sein. Ich habe in diesen 6 Monaten weder gelitten, noch gehungert. Ich habe keine teuren Pülverchen konsumiert und meine Ernährung auch nicht nach utopischen Heilslehren geändert. Vor allem: Ich habe diese Diät nicht frustriert wieder abgebrochen – im Gegensatz zu vielen anderen meiner “Diät-Karriere”.

Wie das nun genau geht, darüber werde ich in der nächsten Zeit hier schreiben. Ich bin sicher, liebe Leser, dass es für Euch interessant und hilfreich sein könnte.

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